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Karate

Karate - Kanji (Schriftzeichen)

Karate oder Karate-Do bedeutet "leere Hand" oder "Weg der leeren Hand". Das heißt, der Karateka (Karateübende) ist waffenlos, seine Hände sind "leer". Der Zusatz Do soll hierbei den philosophischen Hintergrund sowie die Bedeutung dieser Kampfkunst als Lebensweg verdeutlichen.

Die Ursprünge dieser Kampfkunst reichen bis ca. 500 n. Chr. zurück. Hier waren es chinesische Mönche, die aus einfachen gymnastischen Übungen eine Kampfkunst formten. Durch stetige Weiterentwicklung der Techniken wurde hieraus eine spezielle Kunst der Selbstverteidigung.

Im 19. Jahrhundert vermengte sich die aus China stammnede Kampfkunst mit okinawanischen Traditionen und japanischen Einflüssen. Anfang des 20. Jahrhunderts gelangte Karate nach Japan. Nach dem zweiten Weltkrieg verbreitete sich Karate über die ganze Welt.

Im Wesen zeichnet sich Karate durch waffenlose Techniken aus. Es werden vor allem Block-, Stoß-, Schlag- und Trittechniken gelehrt. Anwendung finden ebenfalls Fußfege-, Hebel- und Wurftechniken.

Karate ist daher ein moderner "Sport", mit dem man sich im Notfall auch wirksam verteidigen kann.

Die vier großen Stilrichtungen des Karate sind: Shotokan, Wado-Ryu, Shito-Ryu, Goju-Ryu

Wado-Ryu

Wa = Frieden, Harmonie; do = Weg im philosophischen Sinn; ryu = Stilrichtung

1934 gründete Hironori Otsuka den Stil des Wado-Ryu Karate.

Wado-Ryu basiert auf der Grundlage des traditionellen Shindo Yoshin-Ryu Jiu-Jitsu und dem Karate.

Bedingt durch den starken Einfluss des Shindo Yoshin-Ryu Jiu-Jitsu werden im Wado-Ryu kürzere, natürlichere Stellungen verwendet. Es wird auf weit ausholende Bewegungen sowie auf die Ausführung von Techniken mit hohem Energieaufwand verzichtet.

Wado-Ryu ist dadurch ökonomisch in der Bewegung ohne jedoch die Wirksamkeit in der ausgeführten Technik zu verlieren. Diesem Prinzip folgend wird das Hauptaugenmerk auf das Bewegen des Körpers gelegt (tai sabaki). Unter tai sabaki versteht sich eine minimale Ausweichbewegung, deren Ziel es ist, aus der direkten Angriffslinie herauszukommen. Diese Ausweichbewegung kann aus einer einfachen Oberkörperbeugung oder einer Hüftdrehung bestehen.

Die drei Prinzipien der Ausweichbewegungen:

nagasu = fließen lassen
inasu = ausweichen
noru = mitgehen